If I fall into the drink

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Be My Fantasy

Noch genau 18 Mal schlafen, bis das neue Sufjan Stevens Album endlich erscheint. Es ist das erste seit fünf Jahren. Und endlich wieder eines das von akustischen Gitarren dominiert wird. Nachdem ersten Album Teaser kommen nun häppchenweise neue Songs dazu. Zwei Songs sind jetzt veröffentlicht und beide sind sehr vielversprechend was das neue Album betrifft. Zwar sind beide nach dem ersten Mal hören keine Songs die sich festsetzen, aber Sufjan Stevens‘ Songs hatten schon immer großes Entdeckungspotenzial. So sitze ich und freue mich immer mehr auf den 30. März.

Something About Love

Mit gerade einmal zwei veröffentlichten Alben haben es Mumford & Sons schon längst in den Pop/Folk Olymp geschafft. Ich selbst bin großer Fan des ersten Albums Sigh No More. Mit dem Nachfolger Babel bin ich wie es mir so oft passiert mit zweiten Alben nicht so richtig warm geworden. Nun steht also das dritte Album der Briten in den Startlöchern und sorgt schon gleich für jede Menge Gerüchte. Mumford & Sons wollen sich in mehr elektronische Gefilde begeben, heißt es immer wieder aus Richtung der Musikpresse. So so. Vielleicht ist ihnen Folk zu langweilig geworden. Nun ist also die neue Single Believe erschienen und gibt Rätsel auf. Zumindest mir, denn von den Mumford & Sons die ich in Erinnerung habe bleibt nicht sehr viel übrig. Ein dahinplätschernder Popsong, der jegliche Individualität vermissen lässt. Würde Katy Perry oder Ellie Goulding singen, ich wäre nicht sehr überrascht. Damit schwinden für mich jegliche Hoffnungen auf eine Wiedervereinigung mit der einst für mich so vielversprechenden Band. Aber wahrscheinlich kann man mit dem Sound von Sigh No More keine Stadien füllen. Denn da geht die Reise von Mumford & Sons ganz sicherlich hin. In Berlin werden sie am 17. Juli auf der Waldbühne zu sehen sein. Das Album Wilder Mind erscheint am 1. Mai.

Dancing Out My Feet Now

Zugegeben, auf ihrer Platte Blue Planet Eyes konnten mich The Preatures nicht direkt überzeugen. Zum Konzert hat es mich dann aber doch verschlagen. Schließlich wollte ich mich selbst überzeugen, warum die Australier derzeit in aller Munde sind und vor allem von ihren Live Shows gesprochen wird. Und siehe da: Es hat sich ziemlich gelohnt. Sängerin Isabel – die auch eindeutig die Hosen in der Band trägt – weiß ganz genau wie man eine gute Show auf die Bühne bringt. Schon lange nicht mehr habe ich eine so ekstatische Frau auf der Bühne gesehen. Überraschend, dass ihre stärksten Momente nicht die seichteren Popperlen sondern vor allem die raueren Stücke sind – in denen sie das letzte aus ihrer Stimme rausholt. Die Platte gefällt mir nach mehrmaligem Hören deutlich besser – mit dem absolut großartigem Live-Auftritt kann sie aber dennoch nicht mithalten.
Die Deutschland Tour ist jetzt erst mal durch, aber vielleicht kommen die Preatures im Sommer für ein paar Festivals wieder?

Remember All The Nights We Couldn’t Find Our Way Home, Now I’m Home

Es war 2006 als sich jemand den ich kannte den Schriftzug Tiger Lou auf den Arm tätowieren lies. Ziemlich groß und ziemlich schwarz. Rasmus Keller hatte mit seiner Band ein Jahr zuvor das zweite Album The Loyal veröffentlicht und gezeigt dass sie das schwierige zweite Album nachdem Überflieger Is My Head Still On meistern können. 2009 nach Album Nr. 3 verkündete die Band dass sie erst einmal aufhören würden und ich dachte an das Tattoo des Jungen den ich mal kannte.
Nun, ganze fünf Jahre später sind Tiger Lou plötzlich zurück. Mit einem neuen Song, einem Album und einer ganz kleinen Tour. Genau drei Termine spielen sie, alle sind längst ausverkauft. Bei dem in Hamburg am 06.03. bin ich zum Glück dabei. Und sehr gespannt, ob der Rest des neuen Materials auch so sehr nach Tiger Lou klingt wie Homecoming #2.

The Streets Here At Home Had Rapidly Filled Up With The Whitest Of Snow

Draußen herrscht noch tiefster Winter und doch sind die meisten Musikfans schon mitten im Sommer. Zumindest was ihre Kartenkäufe angeht. Denn so langsam haben alle größeren Festivals große Teile ihres Line Ups veröffentlicht und man sollte sich entscheiden wo man seine Sommer Wochenenden verbringen möchte. Eigentlich habe ich mich in den letzten Jahren eher von den größeren Festivals verabschiedet, nicht unbedingt aus musikalischen Gründen, sondern eher weil man auf den größten deutschen Festivals mittlerweile mehr Partymeute statt Musikfans trifft. So wundert es mich nicht, dass vor allem Hurricane & Southside in diesem Jahr online ganz schön auf die Mütze bekommen. Nachdem heute mit der zweiten Bestätigungswelle für viele noch immer kein richtiger Headlinder bestätigt wurde, werden viele der regelmäßigen Besucher der Zwillingsfestivals nervös – und machen ihrem Unmut über Twitter und Facebook Luft. Genau der richtige Zeitpunkt für mich um mir das Line Up mal genauer anzuschauen. Denn hinter dem vermeintlich schwächelnden Bands verstecken sich für den Musikfan wahre Perlen. Selten hatte das Hurricane ein so breit aufgestelltes Mittelfeld mit bekannten und sehr tollen Bands. Da verzichte ich gerne auf überbewertetes wie die Foo Fighters oder Red Hot Chilli Peppers oder wie sie alle heißen nach denen derzeit so laut gerufen wird. Bei der Flut an tollen Künstlern fällt es mir sogar recht schwer mich auf einige wenige zu beschränken um sie vorzustellen aber ich hab hier mal meine Favoriten rausgepickt.

Nr. 1 ist der wunderbare Tallest Man On Earth. Im echten Leben heißt der überaus sympathische Schwede Kristian Matsson und ist eher nicht so groß. Seine Stimme allerdings, die klingt sehr groß, weshalb er auch immer wieder mit so einer Größe wie Bob Dylan verglichen wird. Ok, ok genug mit der Größe hört es euch einfach selbst an und freut euch mit mir.

Nr.2 ist der ebenso wunderbare Chet Faker. Der lässt den Folk zu Hause und packt dafür ziemlich viel Soul an. Normalerweise etwas das seltener auf meinem Plattenteller landet. Im letzten Jahr konnte ich Chet Faker bereits auf dem Haldern Pop Festival sehen, leider nur ein sehr sehr verkürztes Set, da der gute im Flieger stecken geblieben ist. Dazu hat es in Strömen geregnet. Hat aber gepasst. Built on Glass gehört definitiv zu meinen Lieblingsalben des letzten Jahres!

Nr.3 sind die beiden Schwedinnen von First Aid Kit. Auch die beiden durfte ich im letzten Jahr auf dem Haldern Pop sehen. Und obwohl mir die neueren Sachen nicht mehr ganz so gut gefallen wie die alten (was aber ja auch fast immer bei mir so ist) haben sie live mehr als überzeugt. Wenn sie dann auch noch To a Poet spielen ist mein Festival perfekt.