If I fall into the drink

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Kategorie: What To See At The Reeperbahn

I Said That I’d Stay Up All Night

Es ist wieder so weit: das Reeperbahn Festival nähert sich. Aus akutem zeitlichem Mangel und da ich selber gerade beruflich mitten in einem Festival stecke gibt es von mir in diesem Jahr nur die abgespeckte Wochenend-Version für Freitag und Samstag. Doch auch da sammeln sich wie immer einige Hochkaräter und neuer heißer Scheiß!

Los geht es mit den wunderbaren und noch immer unterschätzten Golden Kanine. Drei Alben haben die Schweden mittlerweile veröffentlicht und einige Besetzungswechsel hinter sich. Obwohl sie mit ihrer Folk und Indie Mischung genau den Nerv der Zeit treffen sollten, haben sie es bislang zu einer überschaubaren Menge an Fans gebracht, diese sind ihnen allerdings treu ergeben. Besonders das erste Album Scissors & Happiness hat es mir besonders angetan und live ist diese Band immer ein Genuss.
Zu sehen:
Freitag, 15:00 – 15:20 Spielbudenplatz, Astrabühne
Freitag, 21:30 – 22:20 Indra

Danach geht es dann weiter mit einer Band die ich mir schon auf dem Haldern Pop Festival ansehen wollte. Auf Grund akuter Überfüllung der Konzertlocation konnte ich jedoch nur von draußen lauschen. Ein gutes Zeichen ja eigentlich, wenn so viele Leute den noch recht unbekannten The Mispers lauschen wollen. Dieses Mal werde ich auf jeden Fall pünktlich sein.
Zu sehen:
Freitag, 22:40 – 23:40 Rock Café St. Pauli

 

Mit All the Luck in the World gibt es dann eine weitere Band die dieses Jahr auf dem Haldern Pop zu sehen waren. Und auch hier war der Andrang so groß dass längst nicht alle Leute die irische Band zu sehen bekamen. Diese sind allerdings auch keine unbekannten mehr. Ihr Song Never lief im Fernsehen hoch und runter. Und obwohl sie bei dieser Werbung schon ziemich verheizt wurden haben All the Luck in the World noch deutlich mehr zu bieten als den einen guten Song. Zum Beispiel Your Fires.
Zu sehen:Freitag, 23:40 – 00:40 St. Pauli Kirche

 

Day II

Obwohl das Reeperbahnfestival für viele ja gestern schon begonnen hat, ist der offizielle Start heute. Und so mehren sich die Bands auch gleich. Mein Programm ist heute schon recht voll, so dass ich wohl kaum alles schaffen werde. Meine Empfehlungen für den Donnerstag möchte ich euch trotzdem mitgeben.

Zunächst ein Mal wird es zu The Trouble With Templeton gehen, die ich ja bereits vorgestellt habe.
Spielbude, 19:15

Dann freue ich mich auf Eliza and the Bear deren Single auch der Soundtrack zum Festival Video war und mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht.

Molotow, 20:00

 

Danach muss ich einen ziemlichen Sprint hinlegen um auch ja pünktlich zu meinem diesjährigem Highlight zukommen. BRNS spielen. Und ich bin schon seit Tagen aufgeregt und freue mich sehr, zu Mal die Location mit ca 120 Leuten schön klein ist.

Clubheim FC St. Pauli, 22:00

 

Nach BRNS habe ich dann die Qual der Wahl. Auf meinem Zettel stehen nicht weniger als vier verschiedene Künstler für 23 Uhr. Ich glaube aber das Yesterday Shop das Rennen machen werden. Nicht nur auf Grund ihres tollen sphärischen Indie Pops, sondern auch weil die Location in der Moltow Bar zu meinen Liebsten gehört. Klein, heiß und guter Sound.

Molotow Bar, 23:15

 

Und ich kann direkt danach in den Keller zu Drenge gehen. Kurze Wege sollte man auf keinen Fall verachten beim Reeperbahnfestival!

Moltow, 00:15

Cash, Diamond Rings & Swimming Pools

Endlich ist es so weit. Heute Abend geht für alle mit einem drei Tagesticket das Reeperbahn Festival los. Der Mittwoch ist dabei als zusätzliches Schmankerl gedacht und es treten noch vergleichsweise wenig Bands in wenig Locations auf. Deshalb stehen auf meiner Liste heute Abend auch „nur“ vier Bands. Allerdings weiß man beim Reeperbahn Festival ja nie so genau ob dann auch alles nach Plan geht oder man am Ende des Tages ganz andere Bands gesehen hat. Aber hier meine Empfehlung für den heutigen Abend:


Abby sind vier Berliner, die letztes Jahr auf dem SXSW spielen durften. Im Sommer konnte ich mich dann beim Dockville selbst von ihnen überzeugen. Leider passte die Festival Atmosphäre für mich nicht ganz zur Band. Deshalb gibts heute noch ne Chance im Club.
21:40 Imperial Theater


Der schöne Lo-Fi Indie der Talking to Turtles begleitet mich schon seit einigen Jahren, doch irgendwie ist es nie zu einem Konzert gekommen. Mir gefallen besonders die tollen Texte und hoffe, dass sie das ganze live spannend umsetzen können.
22:15 Hasenschaukel


Auf den Auftritt von D E N A bin ich ganz besonders gespannt. Die Bulgarin, die jetzt in Berlin lebt macht einen spannenden Mix aus Hip Hop, Dance und R‘n‘B und ihre Live-Auftritte werden sehr angepriesen. Dazu spielt sie auch noch in einer meiner Lieblingsbars des Festivals, das kann nur gut werden. Ah und in ihrem Video kann man auch gleich einen Prominenten Förderer der Dame erkennen. Wer hat ihn gefunden?
22: 50 Prinzenbar


Den Abend ausklingen lasse ich mit herrlich dreckigem Rock‘n‘Roll und der Band mit wunderbaren Namen Elektrik Kezy Mezy.
23.25 Molotow Bar

Robin Hood Is Here Again

Als wütenden Folk könnte man das, was East Cameron Folkcore auf ihrem zweiten Album For Sale machen wohl am ehesten beschreiben. Nicht weniger als elf Musiker sind in der Band aus Austin, Texas aktiv. Dass East Cameron Folkcore gerade vom Grand Hotel Van Cleef gesignt wurde, dürfte dafür sprechen, dass wir noch einiges von ihnen hören werden. Ich finde diese Mischung aus klassischem Folk und aggressiven Texten, die auf die gesellschaftlichen Missstände vor allem in den USA aufmerksam machen äußerst gelungen und bin schon voller Vorfreude auf die Tour, die am 19. September startet. Die führt sie ein Mal quer durch Deutschland (unter anderem aufs Reeperbahn Festival und danach nach Hannover in die Faust als Vorband für Young Rebel Set) und Karten sind schon ab läppischen 10 Euro zu haben.

I Fell Down

Zum Wochenstart gibt es Musik der Österreicher Steaming Satellites. Nachdem sie bereits seit 2008 mit ihrem Avantgarde Rock als Vorband von Portugal. The Man, Monster Magnet und anderen unterwegs waren, kam 2012 endlich ihr Album The Mozart Moustache Affair. Das kam sowohl bei Presse als auch beim Publikum so gut an, dass sie kaum 12 Monate später den Nachfolger Slipstream nachlegen. Im September und Oktober sind sie dann nach einem Besuch beim Reeperbahn Festival auf Deutschland Tour.