If I fall into the drink

The greatest music blog of all time!

Ich bin alleine und ich weiß es und ich find‘ es sogar cool

Es gibt diese Abende, die magischen, die einen lange nicht mehr los lassen und auch Wochen danach noch für ein wohliges Gefühl sorgen. Der Abend mit Tocotronic war genauso ein Abend. Vor ihrer eigentlichen Tour im Oktober haben sie kurzfristig noch einige wenige Clubshows zur Promotion des neuen Albums eingeschoben. Eine davon im Hamburger Mojo Club.
Etwa 800 Leute passen in diesen Laden ein deutlicher Unterschied zu der für 7.000 Leute ausgelegten Sporthalle im Oktober. Doch die intime Atmosphäre war nicht der alleinige Grund der dieses Konzert so besonders gemacht hat. Natürlich kommt dazu , dass wir in Hamburg waren, der einstigen Heimat der Jungs. Alle vier waren gut drauf, gesprächig und sogar ein bisschen aufgeregt. Die Songs der neuen Platte fügten sich gut in den Best Of Rest hinein. Und die Tatsache, dass sie Du bist ganz schön bedient gespielt haben hat mich besonders berührt. Dirk von Lotzow vertraute uns dann noch an, dass das Lied in der Hamburger U2 entstanden sei. Irgendwo zwischen Berliner Tor und Legienstraße. Den Kölnern jedoch erzählt er eine ganz andere Geschichte, wie man in dem schönen Live Video sehen kann. Sicherlich werde ich auch im Oktober noch mal hingehen, ich bin mir aber nicht sicher, ob dass Konzert dann die gleiche, fast schon ehrfürchtige Stimmung vermitteln wird.

 

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Und du sagst immer, das liegt alles nicht an dir und bestellst dir noch ein Bier!

Ab und an kommt es vor, dass sich einfach alle Menschen auf eine Band einigen können. Zurzeit sind das ohne Frage AnnenMayKantereit. Egal ob Kritiker, Fans, Kulturschaffende – alle sind sich einig, dass diese Kölner Band das große Ding ist. Ihre erste CD, die sie komplett in Eigenregie rausgebracht haben, ist schon längst vergriffen und auf Ebay Gold wert. Die Konzerte der letzten Tour waren ausverkauft und in diesem Sommer spielen sie auf jedem wichtigen Festival in Deutschland, ob Rock am Ring, Haldern, Melt oder Dockville – AnnenMayKantereit sind dabei. Warum gerade die (mittlerweile) vier so einen Hype erfahren ist mir schleierhaft. Sicherlich hat ihre Musik gute Momente. Vor allem immer dann, wenn Sänger Henning May die dunkle Seite seiner Stimme hervorbringt. Die Balladen hingegen sind mir eindeutig zu schnulzig. Gespannt, wie es weiter geht bin ich allemal. Und vielleicht verstehe ich nach einem Konzert den großen Hype ein bisschen besser. Denn sehen werde ich AnnenMayKantereit diesen Sommer ganz bestimmt, spielen sie doch jedes Festival auf dem ich auch sein werde.

Like An Empty Chair I Was Always There

Das Haldern Pop Publikum hat The Staves bereits im Jahr 2013 kennen und lieben gelernt. Nun sind die Engländerinnen mit ihrem zweiten Album If I Was – das von keinem anderen als Justin Vernon aka Bon Iver produziert wird – bereit auch den Rest der Indieszene zu erobern. Black & White gibt schon mal einen Eindruck wo es musikalisch hin geht. Man entfernt sich etwas von den traditionellen Folktönen und steuert auf einen poppigeren Sound hin. Doch das klingt keinesfalls negativ und steht The Staves äußerst gut. In fünf Tagen, am 23.03. kommt das Album raus und ich bin gespannt, wie der Rest klingt. Am 18.04. gibt’s dann auch noch einen Gig im Hamburger Mojo.

 

The Day Breaks And Everything Is New

Quiet Is The New Loud heißt das Debut der King of Convenience und selten hat ein Album Titel so den Nagel auf den Kopf getroffen. Mit ihren akustischen Songs voller Schönheit, Stille und Gefühl beleben sie den akustischen Musikmarkt neu, gehen gegen den Trend des New Yorker Rock n Roll und erfinden das New Acoustic Movement. Denn Obacht, das Album erschien bereits 2001. Seither hat Erlend Øye nicht nur mit den Kings of Convenience Musik gemacht, auch mit der Band The Whitest Boy Alive und als Solo Künstler ist er äußerst erfolgreich. Nun gibt es nach der Auflösung der Whitest Boy Alive aber eine Rückkehr mit den King of Convenience und ihrem Erstlingswerk. Am 1. Mai werden die beiden Norweger ihr Werk live im Grünspan präsentieren. Das ganze läuft im Zuge einer Buchveröffentlichung, über die Entstehung der Platte. Es wird also nicht nur Musik, sondern auch eine Lesung und Interviews geben. Tickets gibt es hingegen nicht mehr, die Veranstaltung war bereits innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Trotzdem ein Grund Quiet Is The New Loud mal wieder auf den Plattenteller zu legen.

Sie lesen jede Zeile in ihrer Wüste der Langeweile

Ich habe mich seit Jahren nicht mehr so sehr auf ein Tocotronic Album gefreut, wie auf das Kommende. Das liegt zum einen daran, dass ich die Band kurz vor Erscheinen des Albums am 1. Mai live im Mojo in Hamburg sehen werde, zum anderen an der wunderbaren Vorab Single Prolog. Nachdem ich lange zur Fraktion Früher war alles besser gehörte schafft es damit mal wieder ein Tocotronic Song  mich sofort in sich hinein zu saugen und mich immer wieder auf den Playbutton drücken zu lassen. Auch textlich gefällt mir das neue Material ganz wunderbar. Irgendwie kryptisch, passt es sehr zu meiner derzeitigen Gefühlslage. Das neue Album, das noch keinen Titel hat, in der Presse wegen seines Covers aber nur das rote Album genannt wird, bekommt 11 neue Songs + einen Hiddentrack. Es wurde in Berlin ausschließlich analog aufgenommen – ich bin sehr gespannt wie es klingt. Sicherlich werde ich am 26.04. im Mojo schon einige Songs zu hören bekommen. Tickets gibt es leider nicht mehr. Nach der kurzen kleinen Clubtour im April geht es dann aber im Herbst noch einmal auf große Tour durch ganz Deutschland.